Erfahrungen mit Arcor-DSL 6000

Seit dem 19. August hat Arcor meinen ADSL-Anschluss mit einer Bandbreite von 6 MBit/s ankommend und 640 KBit/s abgehend geschaltet. Grund für den Umstieg war aber hauptsächlich der höhere Upstream, nicht der Downstream. Vorher hatte ich eine Bandbreite von 1 MBit/s eingehend und 128 KBit/s ausgehend. Eine Geschwindigkeit von 16 KiB/s ins Internet ist mir aber zu langsam und steht in keinem Verhältnis zum Downstream.

Als ich Ende Juli die Ankündigung von Arcor für das DSL-Paket mit der Bandbreite 6000 gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme dafür. Offiziell sollte das neue Paket im August an den Start gehen, deshalb war ich erst noch skeptisch, ob die bisherigen Meldungen wirklich wie angekündigt umgesetzt werden würden. Anfang August konnte man sich auf der Website von Arcor anmelden und als Bestandskunde auch einfach den Tarif wechseln, was ich kurz darauf getan habe. Zum nächsten Abrechnungszeitraum solle dann der neue Tarif zur Verfügung stehen. In diesem Fall verlängert sich die Mindesvertragslaufzeit um weitere 12 Monate, was für mich kein Problem darstellt, da ich mit Arcor vollkommen zufrieden bin.

Ein Abrechnungszeit fängt am 19. eines Monats an und reicht bis zum 18. des Folgemonats, demnach könnte der neue Anschluss bereits am 19. August geschaltet sein. Meine Befürchtungen waren, dass entweder die Umstellung nicht sofort möglich ist oder bei mir diese Bandbreite aufgrund der verlegten Leitungen von der Vermittlungsstelle ins Haus nicht geschaltet werden kann. Mitte August habe aber ich eine schriftliche Bestätigung erhalten, die alle Zweifel zerstreute: Die Änderungen würden zum 19. August umgesetzt werden.

Theoretisch lassen sich bei 6 MBit/s ankommend und 640 KBit/s abgehend pro Sekunde Daten mit einem Durchsatz von 750 KiB/s empfangen bzw. mit 80 KiB/s senden. In der Praxis fällt ein Overhead durch die Header der einzelnen Pakete an, sodass die mögliche maximale Geschwindigkeit kaum erreicht werden kann.

Bei mir betragen die Geschwindigkeiten, die von Programmen im Statusfenster bei Down- oder Upload angezeigt werden, also um den Overhead bereinigt sind, ankommend maximal 650 KiB/s und abgehend maximal 74 KiB/s. Ich benutze die Kerio Personal Firewall, die den aktuellen unbereinigten Datenstrom anzeigt. Die Maximalwerte betragen dort etwa 680 KBit/s ankommend und 80 KiB/s abgehend. Die Verluste können durch die verlegten Leitungen bedingt sein, allerdings lässt sich das vom Endanwender schwer nachprüfen, weshalb ich hier den Konjunktiv verwende. Zudem habe ich davon keine Ahnung und nur unter dem Stichwort Leitungsdämpfung dahingehende Informationen in einem Forum gelesen.

Heute habe ich aus purer Neugier und etwas Langeweile die Doom 3-Demo heruntergeladen. Unter Verwendung eines Downloadmanagers (GetRight, nicht kostenlos aber dennoch sehr empfehlenswert) und fünf Servern habe ich zeitgleich mehrere Teile mit insgesamt 650 KiB/s herunterladen können. Eine ähnlich hohe Geschwindigkeit lässt sich sonst selten erreichen, nicht einmal auf den Servern von Universitäten, die gewöhnlich ohne Rücksicht auf (finanzielle) Verluste schnelle Standleitungen legen lassen. Die Universität des Saarlandes bildet dabei eine rühmliche Ausnahme, denn dort konnte ich ein Video mit immerhin 500 KiB/s herunterladen. Die Tageszeit spielt bei der erreichbaren Geschwindigkeit allerdings keine Rolle.

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