Farbtemperatur beeinflusst die Körperaktivität

Bei Telepolis, meiner liebsten Quelle für wissenschaftliche und dennoch unterhaltsame Veröffentlichungen, ist schon vor ein paar Tagen ein Artikel über optimale Arbeitsbedingungen erschienen. Es geht aber nicht direkt um Ergonomie, z.B. darum, dass die Schreibtischplatte am besten leicht abfallen sollte oder wie hoch der Abstand zum Bildschirm sein sollte. Diesmal geht es um die optimale Farbtemperatur von Glühlampen. Hört sich stinklangweilig an, man erfährt aber in “Computer können die Schlaflosigkeit fördern” unter anderem, dass es zwar bereits Lampen mit einer dem Tageslicht ähnlichen Farbtemperatur gibt, sich diese aber noch nicht richtig durchsetzen konnten.

Das ganze hat direkt mit der Leistungsfähigkeit zu tun, weil der Körper die eigene Aktivität entsprechend der wahrgenommen Lichtmenge regelt.

Unser Körper hat sich in Jahrmillionen auf den von der Natur vorgegebenen Tagesablauf eingestellt. Dieser beginnt morgens beim Sonnenaufgang mit schwacher, rötlicher Beleuchtung. Wenn die Sonne dann später höher steigt, wird sie nicht nur heller: Da ihr Licht nun nicht mehr so viel Luft durchdringen muss wie beim Stand knapp über dem Horizont, kommen nun auch mehr Blautöne durch. Ab 9 Uhr ist so eine Farbtemperatur von 4500 K überschritten, ab 11 Uhr werden über 6500 K erreicht – im Schatten, der nur von blauem Himmel beleuchtet wird, sogar noch mehr. Erst am späten Nachmittag sinkt die Farbtemperatur wieder und mit dem Sonnenuntergang stellt sich der Körper auf das Näherrücken der Nachtruhe ein.

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