Ich möchte eine Xbox 360 haben.

Wenn ich ein neues elektronisches Spielzeug, ein Gadget, gesehen habe und es unbedingt haben will, dann bin ich immer Feuer und Flamme dafür und würde einen Haufen Geld ausgeben. Neuestes Spielzeug auf meinem Wunschzettel ist die Xbox 360 und ich habe sie mir nur noch nicht gekauft, weil ich dann in den letzten Wochen garantiert nichts für die Uni gemacht hätte. In dieser Zeit hat sich zum Glück die Besessenheit ein wenig gemildert und ich habe sogar schon überlegt, ob ich nicht warte, bis das Free60-Project eine Primzahl-Berechnungsmaschine mit 100 oder so GFLOPS aus der Spielkonsole gemacht hat oder bis eine verbesserte Version herauskommt. Es wird zumindest behauptet, dass sie kommen soll.

So gesehen ist es blöd, dass ich heute nach dem Shoppen in der Stadt durch die Elektronikmärkte geschlendert bin und nach einem weiteren Wunschzettelobjekt gesucht habe, dem Nokia N70 oder wie ich gerade sehe, dem N80. Jenes Objekt war zwar nicht zu finden, aber im Media-Markt standen zum Ausprobieren in der Spieleecke eine Xbox, eine Playstation Portable (PSP) und eine Xbox 360. Die ersten beiden interessieren mich überhaupt nicht, aber die Xbox 360 habe ich mir in ihrer Plexiglasvitrine genauer angeguckt und ein wenig mit dem Menü herumgespielt. Weil auch eine Demo von Project Gotham Racing 3 installiert war, habe ich ein Rennen großspurig mit mittlerem Schwierigkeitsgrad gestartet und bin mit der Bedienung über das Gamepad natürlich erstmal überhaupt nicht klar gekommen.

Gewöhnungsbedürftig ist an der Steuerung, dass man mit dem linken Daumen steuert und mit beiden Zeigefingern Wippen für Gas und Bremse herunterdrückt. Wie im Auto wird links gebremst und rechts beschleunigt, aber mit dem linken Daumen den Ferrari 360 Modena in den Drift zu zwingen fand ich anfangs schon recht schwierig. Allerdings ist die Haptik des Gamepads wirklich gelungen, man mag das Ding gar nicht mehr aus der Hand legen…

Das Ergebnis des ersten Spiels war dementsprechend schlecht, weshalb ich dann das zweite Rennen mit etwas leichterem Schwierigkeitsgrad gespielt habe. Das ging dann schon besser und ich habe auch sehr ästhetische Drifts hinbekommen. Nach meinem Start-Ziel-Sieg über drei Runden war es mir aber unangenehm, in meinem Alter im Elektronikmarkt an einer Spielkonsole zu stehen, weil man da auch immer so richtig bescheuert aussieht, wenn man weggetreten auf den Bildschirm starrt. Bei früheren Netzwerkparties war es teilweise enorm spannend, die Mitspieler und ihre Emotionen zu beobachten — beispielsweise das Strecken im Stuhl, wenn man es bei einem Sprung nicht bis zum Ziel schafft und in den Abgrund stürzt.

Fakt ist, dass ich jetzt wieder unbedingt so ein Ding haben möchte.

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