Archiv für den Monat: März 2006

Reminiszenz an einen Bastard

Die Firmware-Version “BSOB” meines DVD-Brenners erinnert mich ein wenig an BOFH, eher noch an BSOD. Weil aber ersteres wesentlich unterhaltsamer ist, gibt es einen Link dorthin: Bastard Operator From Hell. Der Fairness halber noch einen Link zum heißbegehrten Bluescreen, den monatlich etliche Google-Bilder-Suchende feiern.

Und der Beweis, dass ich mir das alles nicht nur ausdenke:

Firmware eines DVD-Brenners

Neues eBay-Layout

Ich habe einen Erlkönig gesichtet. Heute Nacht hat eBay anscheinend mit einem neuen Layout experimentiert, weil es nur manchmal zu sehen ist. Jetzt sehen die Auktionsseiten aber hübscher aus und die Angaben zum Artikel sind geordneter.

Neues eBay-Layout mit viel Blau und Rahmen

Kontaktaufnahme im Instant Messenger

Eben habe ich seit langer Zeit wieder bei ICQ die Meldung erhalten, dass mich jemand zu seiner, ihrer, wer-weiß-das-schon Kontaktliste hinzufügen möchte. Weil eine kurze Suche in den ICQ White Pages nur dacaxh xkneh als Namen zustande brachte und weiblich als Geschlecht trotz allem nicht ausreicht, habe ich abgelehnt. Diese Konversation kam zustande:

Anderer: add to contact list
Ich: please provide some information about yourself.
Anderer: add Me please
Ich: but first, i’d like to know more about you, just ‘please’ isn’t enough. what is your social insurance id?
Anderer: add Me please
Ich: sorry, you didn’t answer my question. do you have a paypal account?
Anderer: add Me please
Ich: ever heard of smalltalk? you should add some more sentences to your script, programmer. think of something like Artifical Intelligence.
Anderer: add Me please
Ich: i’ll grant permission if you show your source code.
Anderer: add Me please
Ich: dacaxh xkneh 2&> /dev/null

MetaFisher sehr erfolgreich

Der Heise-Newsticker meldet, dass der PIN- und Password-Phisher MetaFisher erst seit einem Monat unterwegs, aber sehr geschickt und deshalb erfolgreich sei. Ich habe Anfang des Monats eine E-Mail mit einem Link darin bekommen, über den man sich ein beschädigtes WMF-Bild einfangen konnte, das dann wiederum den eigentlichen Phisher installiert.

MetaFisher fängt die Eingaben in Formularen ab und schickt sie an einen eigenen Server, anstatt die Übermittlung zur Bank zuzulassen.

[via Heise Newsticker]

Wall Street Journal kostenlos

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was man so alles umsonst an der Uni bekommt. Das soll keine Anspielung auf die Studiengebühren werden, nach deren Einführung die Bildung nicht mehr kostenlos ist. Ich habe heute in der UB einen versteckten kleinen Stapel des Wall Street Journal entdeckt. Es war sogar die aktuelle Ausgabe und nachdem ich mich verstohlen umgeguckt habe, ob jetzt jemand Geld dafür verlangt, habe ich es eingesteckt.

Eigentlich hätte ich mit dieser anspruchsvollen Lektüre posen müssen, aber da die UB keine vernünftige Lobby hat, konnte ich die Zeitung nur zuhause lesen. Auf den ersten Seiten stehen kurze Artikel, die für Anleger interessant sein könnten. Erfreulicherweise wurden viele Unternehmen aus der IT erwähnt — die Time ist da ein wenig dröger, weil sie sich hauptsächlich mit der Weltpolitik beschäftigt.

Morgen werde ich mir ein PDA kaufen, mich in die UB setzen und im neuen Wallstreet Journal lesen, anstatt zu lernen. Man muss sich von anderen abgrenzen.

Symbolische Links unter Windows

Was mir unter Windows wirklich gefehlt hat, waren die einfachen, kleinen Programme aus der UNIX-Welt für die Kommandozeile, mit denen man z.B. die whois-Informationen einer Domain abrufen kann, den MD5-Wert einer Datei berechnen lassen kann oder schon fortgeschrittener einen FIFO-Hardwareknoten einrichten kann. Vor ein paar Tagen habe ich Cygwin installiert und kann alle diese nützlichen Helfer endlich benutzen, ohne dass ich mich per SSH auf einen Linux-Server verbinden muss. Hört sich enorm nach Geek an, geht aber viel schneller als Linux zu starten — weil sich mein ubuntu selbstständig zerlegt hat und der X.org-Server nicht mehr gestartet werden kann. Paradoxerweise kann ich mit Kommandozeilenprogrammen nur vernünftig arbeiten, wenn auf dem Desktop ein Terminal geöffnet ist, sonst ist die bildschirmfüllende Schlichtheit des Runlevel 3 einfach zu erschlagend…

Eben bin ich über NTFS Link gestolpert, die letzte Funktion, die mir noch zur perfekten Benutzbarkeit fehlte. Mit dieser kleinen Systemerweiterung wird die Funktionalität nachgerüstet, die UNIX mit dem Befehl ln oder ln -s bietet: Man kann symbolische Links auf Dateien und Ordner erstellen und muss die Dateien nicht mehrfach auf der Festplatte haben. Das Programm ist Freeware, kommt im Paket auf Deutsch und Englisch, zudem unterstützt es weitere Sprachen und enthält eine Schnittstelle für eigene Übersetzungen.

Natürlich funktioniert es wirklich perfekt, was will man mehr — vielleicht einen UNIX-Unterbau für Windows. Dann kann man aber auch gleich Mac OS X benutzen.

Buchungsfehler

Da schreibe ich die ganze Zeit immer über Phishing und dergleichen, und als ich heute per Online-Banking auf mein Konto gucke, sehe ich folgende Buchung in Höhe von -0,03 EUR:

RECHNUNGSABSCHLUSS ÜBERZIEHUNGSZINSEN ABRECHNUNG 161205 – 150306
ABSCHLUSSSALDO******___,__+ *** RECHNUNGSABSCHLUSS *** 999116

Da ich mein Konto nicht überziehen kann und auch niemals überzogen habe, scheinen die Zinsen ungerechtfertigt. Mein erster Verdacht war eine Probebuchung von wenigen Cents, um zu sehen, ob beispielsweise mit einer gefälschten Einzugsermächtigung “Abhebungen” möglich sind, um dann später voll zuzuschlagen. Ich werde der Sache nachgehen — wenn es auch nur 3 Cent sind. Um die Höhe des Betrages geht es mir gar nicht, sondern darum, dass die Bank einfach so irgendwas bucht.

Tipps fürs Leben: Domainlöschung hilft bei Spam

Vor kurzem habe ich meine erste Domain wieder freigegeben, die ich seit der regelmäßigen Nutzung des Internet hatte. Meine private E-Mail-Adresse unter dieser Domain ist in so vielen Spamverteilern (oder was auch immer den Müll lossendet) gelandet, dass ich ohne besucherstarke Website täglich auf etwa 40 Spam-Mails gekommen bin. Jetzt kommt solch ein Mist nur noch über die Uni-Adresse, die ein Assistent klugerweise im Internet veröffentlicht hat.

Dennoch ist es ein komisches Gefühl, wenn man nicht mehr gucken muss, ob versehentlich als Spam markierte gewünschte E-Mails, false positives, dabei sind. Irgendwie fehlt etwas beim Abrufen der E-Mails.

Mehr Tipps fürs Leben?

Man un-pimpt jetzt

Leftlane News kannte ich bis eben noch gar nicht, aber die Website löst about:blank als Startseite ab. Dort gibt es unter anderem eine Lösung für gepimpte Autos in Form von täuschend echt nachempfundenen VW-Werbespots: Un-pimp My Ride.

Ein neuerer Artikel, “Wild Audi R8 video“, zeigt einen offenen Audi R8 aus der GT1-Klasse beim Bergsprintrennen. Durch die schlechte Audioqualität und das Windrauschen im Mikrofon der Kamera kommt das beeindruckende Motorengeräusch rosa Rauschen sehr nahe. Wer also seine Lautsprecher einpegeln will, muss also nicht mehr den Tuner zwischen zwei Radiosender stellen.

[Danke, Philipp!]