Klingelton für Teenies

Da will man nur einmal eine SMS vom Rechner versenden, weil das Handy gerade Probleme bereitet, und schon gerät man ganz tief in den Free-SMS- und Klingeltonsumpf.

Als erstes musste ich einen Anbieter finden, der einen nicht ganz so stark abzockt. Dabei hat mir Planet Ali geholfen, dessen bescheuerter Name glücklicherweise durch den informativen Inhalt nahezu ausgeglichen wird. Ich habe mich für SooMS.de entschieden, weil man dort 160 Zeichen zur Verfügung hat und nur per E-Mail ein Passwort anfordern und sich nicht mit Namen und Anschrift anmelden muss. Mit den AGB akzeptiert man gelegentliche Werbe-Mails, wobei die hinterlegte Adresse angeblich jederzeit gelöscht werden kann. Seit der Anmeldung vor einer Stunde habe ich allerdings noch keine Werbung erhalten — somit sehr seriös.

Irgendwie bin ich dann in den bereits erwähnten Sumpf geraten und auf einer Seite für Proleten gelandet, auf der man sich mit fehlerhafter Grammatik grottenschlechte Witze erzählt. In einer garantiert nicht verfassten sondern geposteten Nachricht News ist zu lesen, dass eine Klingeltonverkaufsfirma den hochfrequenten Klingenton “TeenBuzz” sogar kostenlos anbietet, mit dem Jugendliche unbemerkt Kurzmitteilungen empfangen können. Wir wollen uns nicht näher damit befassen, dass mittlerweile jedes Handy einen Vibrationsalarm besitzt, weil das is bestimmt voll schwer bis dat ma funzt.

Die Einschränkung auf Jugendliche hängt nicht mit irgendwelchen Suchtmustern und Klingeltonabonnements zusammen, sondern mit der Tatsache, dass das menschliche Gehör mit zunehmendem Alter nicht mehr in der Lage ist, hochfrequente Töne wahrzunehmen. Weil da soviel Physik drinsteckt, konnte ich mir nicht verkneifen, das mal auszuprobieren.

Die MP3 hört sich auf dem Rechner bescheiden an, aber auf einem Handy kommt ein hoher Ton mit gefühlten 15.000 Hz heraus. Laut Anbieter ist deshalb ab einem Alter von 20 bis 25 Jahren Schluß — mein gutes 24er-Gehör konnte den Ton selbstverständlich noch wahrnehmen. Das Problem ist jedoch, dass hohe Töne überproportional laut sein müssen, damit man sie klar wahrnehmen kann: Selbst bei voller Lautstärke hört man nur ein rhythmisches leises Fiepen aus dem Handylautsprecher. Das macht der pfeifende Elko in meinem Router aber besser, den hört man auch noch in drei Metern Entfernung, wie sich an diesem Abend herausgestellt hat.

Folgende Lösungen bieten sich an, nach Schwierigkeitsgrad der Umsetzung sortiert: Entweder pfeifenden Elko anlöten, der bei eingehenden Anrufen geschaltet wird, Verstärker für den Lautsprecher einbauen oder Vibrationsalarm aktivieren.

8 Gedanken zu „Klingelton für Teenies

  1. Anja

    Hey geiler Bericht über Free-SMS.. Aber hier hast mal ein kleinen Tip von mir ;-)
    Hättest diesen Dienst nehmen sollen, da muß man nämlich keine E-Mail angeben. Versende öfter Free SMS darüber und auch andre Dienste bis jetzt war ich nicht im gleichen sumpf wie du :-))

  2. Alex

    Hey,

    wirklich ein guter Beitrag. Ich finde Planet-Ali auch echt gut, habe aber auch einen Free SMS Anbieter bei dem du keine eMailadresse benötigst, da der Versand ohne Anmeldung und Gegenleistung erfolgt.

    Lieben Gruß

  3. http://www.littleflowerstationery.com/

    Hehe super !! tres impressionnant(pr rappel: je tavais ecrit sur ton article sur le trapeze fixe)alors tu preferes quoi, trapeze fixe ou volant??je me suis inscrite a circus space et je demarre mi septembre (en very debutant!!) jai trop hate!!a bientot

  4. http://pilulesenligne.men/

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