30 Sekunden sind genug

Komisch, dass manche Songs spektakulär anfangen und bis auf die ersten 30 Sekunden kaum hörenswert sind. Was toll für interessante Hörproben bei Amazon oder so ist, taugt sonst überhaupt nichts. Eine kleine, subjektive Zusammenstellung:

  • Norman Greenbaum – Spirit In The Sky. Dieses Lied habe ich bereits mehrfach von verschiedenen Interpreten gehört — es ist wohl ein “Walking in Memphis”-Verwandter. Das wurde selbst von Scooter gecovert, Spirit in the Sky von Gareth Gates. Beides schlimm. Gehört habe ich es in der Originalversion in “Spiel ohne Regeln”. Wie in allen Football-Filmen wird auch dort haufenweise für meinen Geschmack ganz gute Musik untergebracht, warum eigentlich?
  • Eric Clapton – Layla. Das Riff am Anfang wurde von Opel Mitte der Neunziger im Abspann jedes Werbespots im Fernsehen gespielt und hat sich nicht zuletzt dadurch eingebrannt. Viel bedeutender als die ständige Wiederholung, die ja nun nach Aussage meines ehemaligen Biolehrers die Mutter allen Lernens sei, ist aber der wirklich enorm gute Klang.
  • Arthur Brown – Fire. Die ersten 10 Sekunden habe ich als kleiner Junge in der Werbung für irgendwelche “Best of Rock”-CDs von Timelife gehört und fand diesen kurzen Ausschnitt mit der krächzenden Stimme schon damals ziemlich beeindruckend. Vor einiger Zeit war dann Arthur Brown bei den Hitgiganten auf Sat 1 als Show Act zu Gast, vermutlich weil er Geld brauchte. Interessant war der Auftritt deshalb, weil ich nun nach bestimmt 15 Jahren endlich erfahren habe, wer diesen Satz spricht — der Rest des Songs war aber ernüchternd. Oldtimer und Evergreens in allen Ehren, aber wenn stark gealterte Musiker ihre alten Hits spielen, möchte ich das nicht sehen, weil das die Magie und die Vorstellung von ewig jungen Interpreten zerstört. Seufz.
  • Dick Dale – Misirlou. Bekannt aus Pulp Fiction, unterstützt dieses Lied dort das durchgedrehte Gangsterpärchen Pumpkin and Honey Bunny. Der Anfang ist wirklich genial, aber im Verlauf des Liedes wiederholt sich mehrfach das Thema, so dass man dann gar nicht richtig zuhört. Vor kurzem ist eine Coverversion der Black Eyed Peas mit dem Namen “Pump It” erschienen.
  • Jeans Team – Keine Melodien. Ist grenzwertig, weil die Melodie — obwohl angeblich nicht vorhanden — ganz vernünftig klingt, der Text aber etwas monoton ist. Aber vielleicht habe ich nur elektronische Musik nicht verstanden.
  • Tomayasu Hotei – Battle Without Honor Or Humanity. Dieses swingende Instrumentalstück stammt vom Soundtrack des Filmes “Kill Bill Vol. 1″ und hört sich episch an, wird auf die Dauer allerdings ein wenig langweilig.

Zum Probehören empfehle ich Singingfish.com. Mit Glück findet man dort nicht nur eine einminütige RealAudio-Datei mit 56kBit/s, sondern auch als MP3 in 256kBit/s in Originallänge. Wenn dich einer fragt, von mir weißt du das nicht.

Ein Gedanke zu „30 Sekunden sind genug

  1. Natascha

    Hei,

    warum genau Arthur bei den Hit Giganten aufgetreten ist, verstehe ich noch immer nicht… ich tippe aber eher auf Promotion statt Geldsorgen. Aber mal ehrlich – dieser Auftritt war absolut besch*****. Und das aus einem einzigen Grund: Playback! Live ist Arthur der absolute Knaller, auch mit fast 62! Vielleicht solltest Du Dir mal eins seiner Konzerte ansehen und Deine Meinung dann ganz, ganz, GANZ schnell ändern. ;-))

    Grüßlis
    Natascha

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