shoppero ist gestartet

Nico Lumma hat Donnerstag über Twitter den Start von shoppero angekündigt.

Ein neues Social Network klingt erst einmal nicht weiter interessant, ist der Markt doch ge- (wenn nicht über-) sättigt. Wenn dann das Stichwort Online-Shopping hinzukommt, denke ich zuerst an Wer-findet-den-günstigsten-Preis-Portale, ergänzt um die oberhippe Möglichkeit Produktempfehlungen zu kommentieren, sich gegenseitig private Nachrichten zu schicken und am besten noch irgendeine Möglichkeit zum Anstubsen. Ein Mitglied andrängeln zu können fände ich toll.

Kommentieren kann man bei shoppero zwar indirekt, indem man eine Produktempfehlung “hilfreich” findet — davon abgesehen ist shoppero aber tatsächlich ein Portal. Im Gegensatz zu den bisherigen Diensten kann jedes Mitglied hier allerdings auch finanziell profitieren, da man an den Werbeeinnahmen beteiligt wird. Wenn die eigene Produktempfehlung beliebt ist und häufig aufgerufen wird, erhält man 20 % der dadurch entstandenen Einnahmen; es sind sogar 60 % Beteiligung an den Einnahmen durch eine Art Partnerprogramm möglich. Dazu schreibt man eine Empfehlung bei shoppero, verlinkt ein sogenanntes Adget in seinem Blog (oder anderswo) und schickt seine Leser zum Partner shoppero.

Ich habe keine Ahnung, wieviel Geld Google-AdSense-Anzeigen bringen, aber klugerweise sagen die FAQ klipp und klar, dass man mit shoppero nicht reich werden kann. Dennoch finde ich es eine schöne Idee, dass der eigene Aufwand belohnt wird.

Wer mehr darüber wissen möchte, liest am besten eine umfangreiche aber sehr gut verständliche Einführung bei paulinepauline und die ausführliche Erklärung im shoppero-Blog durch.

12 Gedanken zu „shoppero ist gestartet

  1. kosmar

    es stimmt nicht, dass man 20% der *dabei* enstehenden einnahmen bekommt und auch das mit den 60% übers partnerprogramm haut nicht so ganz hin. kuck mal auf meinen link.

  2. Lennard Artikelautor

    Ich war so frei deinen kaputten Link zu reparieren. Dort zitierst du passenderweise Nicos Eintrag, in dem er meiner Meinung die Verteilung gut deutlich wird:

    “[Die Einnahmen werden] nach PageImpressions der User aufgeteilt und dann über den Schlüssel 20% /60% verteilt.”

    Wo siehst du einen Widerspruch zu meinem Beitrag?

  3. Lennard Artikelautor

    Oh, ja, ich habe völlig vergessen, dass shoppero ja noch in der Beta-Phase ist… Ich würde so gerne jemanden andrängeln können!

  4. kosmar

    danke fürs reparieren des links. wenn du ihn noch klickst :) , kannst du nachlesen das es sich nicht um 20% bzw 60% der einnahmen sind die _durch_ deine beträge/referrer entstanden sind.

    es sind vielmehr 20% bzw. 60% der einnahmen, die auf den anteil deiner beiträge/referrer am gesamttraffic entfallen. das ist ein ziemlicher unterschied. find ich.

    es kommt dann darauf an wieviel traffic (im vergleich zum gesamten, inkl. dem auf anderen seitentypen als beiträge) auf deinen beiträgen ist, nichts mehr damit ob dein beitrag direkt zu einnahmen führt.

    ob das jetzt besser oder schlechter ist, überlasse ich wieder dir.

    und bei dem partnerprogramm bezieht es sich eben auch auf den vergleich zum gesamten traffic, also konkurriert dein adget dabei auch mit googletraffic.

    aber jetzt geh ich ins bett. is ja auch alles nich so schlimm …

  5. Lennard Artikelautor

    Deinen Beitrag habe ich gelesen (und kommentiert). Ich habe aber erst jetzt nach deinem Kommentar verstanden, worauf du hinauswillst. Danke dafür!

    Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass ein Mitglied 20% an den gesamten Einnahmen bekommt, nicht an den Einnahmen die durch Werbeklicks von seiner Empfehlungsseite zustande kommen. Ich habe mich da unklar ausgedrückt und musste zu sehr an die Prozentrechnungen in deinem Beitrag und den Kommentaren denken, die für mich nicht aufgehen wollten.

    Welche Empfehlungsseiten durch Werbeklicks den meisten Umsatz erzeugen ist meiner Meinung nach unerheblich. Zwar könnten die AdSense-Anzeigen bei bestimmten Stichwörtern im Text “besser” sein und die Besucher eher zum Klicken verführen. Das wäre aber wohl im Hinblick auf die Qualität und Akzeptanz der Empfehlungen kontraproduktiv, da die Texte in diesem Fall Schlüsselwörter enthielten um andere Anzeigen zu erzwingen. Gut möglich, dass solche Seiten zwar viel Werbeumsatz erzeugen, wegen der schwachsinnigen Texte aber kaum gelesen werden, so dass die Optimierung ins Gegenteil umschlägt.

    Dein letzter Punkt zu Suchmaschinen-Traffic versus Adget-Klickraten ist gut, denn die Suchmaschinen werden meiner Meinung nach einen hohen Anteil an den Zugriffen auf die Empfehlungsseiten ausmachen. Jeder Blogger oder Website-Betreiber kennt das wohl aus eigener Erfahrung.

  6. kosmar

    dein letzter punkt wiederum: ja, und von diesem anteiligem traffic umsatz der suchmaschinen verteilt shoppera nur die 20% an die autoren. (und auch nur den teil dieses traffics der auf empfehlungsseiten läuft), die 60% logischerweise nicht, da der referrer ja google heißt. und google ist ja bei shoppero wohl nicht als adget angemeldet.

    uns es stimmt schon: die 20% beziehen sich nicht auf den werbeumsatz eigenen beiträge eines mitglieds. (da war ich jetzt vlt wieder unklar)

    sie beziehen sich auf den anteil des traffics seiner beiträge am gesamten traffic der site. davon dann 20%.

    nur, das zum gesamttraffic natürlich auch seiten zählen die gar keine empfehlungsseiten sind (produktseiten, listen, suchergebnisse). den anteiligen umsatz für den traffic auf diesen allen seiten teilt shoppero freilich auch nicht mit den mitglieder.

    shoppera ist also am ende sein bestes mitglied selbst. denn allen traffic der von google kommt (bei 60% programm) und allen traffic der nicht auf empfehlungsseiten läuft (beim 20% programm), zählt auf das eigene konto.

    je mehr also z.b. blogger auf shoppera linken, umso mehr google traffic, umso größer der anteil der bei shoppera bleibt, umso weniger anteil für die mitglieder. natürlich steigt bei mehr traffic auch die gesamteinnahmen die es zu verteilen gibt. also kannes sein das absolut beim einzelnen schon noch was ankommen, relativ und absolut profitiert aber shoppera.

    nicht dumm geplant, zumindest so kompliziert, das man (also ich jetzt) erstmal ein paar stunden braucht um zu verstehen, wo genau das geschäft gemacht wird.

  7. Lennard Artikelautor

    Deine Beiträge hatte ich bereits durchgelesen; du trägst damit erheblich zur Klärung bei. Ein letzter Sachverhalt aber noch:

    Wenn Besucher über Suchmaschinen auf die Empfehlungsseiten gelangen, dann entfällt zwar die Belohnung über etwaige Adgets, weil diese mit den Suchmaschinen konkurrieren, aber der Verlust wird zumindest teilweise durch die genauso hohen Seitenzugriffe aufgefangen. Natürlich beträgt die Auszahlung dann nur 20 statt 60%, aber der Traffic bleibt der gleiche und es ist dabei völlig unerheblich, ob er durch Suchmaschinentreffer oder durch Verweise von anderen externen Seiten zustande kommt.

    In deinem Text schien es so, als ob die Mitglieder verlieren würden, sobald Suchmaschinen ins Spiel kommen.

  8. kosmar

    was du schreibst stimmt so. für die 20% ist es egal woher der traffic kommt, wichtig ist nur wo er ist. für die 60% ist es genau umgekehrt.

  9. Lennard Artikelautor

    für die 20% ist es egal woher der traffic kommt, wichtig ist nur wo er ist.

    Ich glaube deutlich wird es, wenn man sagt “[…], wichtig ist nur, dass er auf eigene Empfehlungsseiten aufläuft.”

    Das Thema haben wir jetzt erschöpfend behandelt, oder? Ich fand es interessant. :-)

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