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Anti-Viren-Software gibt es auch kostenlos

Anti-Viren-Software sollte auf jedem PC installiert sein, unabhängig davon welches Betriebssystem benutzt wird. Seit jeher haben zwar aufgrund der hohen Verbreitung hauptsächlich Windows-Benutzer mit Viren zu kämpfen, die Betriebssysteme Linux und Mac OS X werden zukünftig aber aufholen, wenn deren Verbreitungsgrad steigt.

Ich selbst benutze Norton AntiVirus 2004, das ein einjähriges Abonnement mit der Berechtigung zum Aktualisieren der Virendefinitionen beinhaltet. Genau diese sind das Herzstück von Anti-Viren-Software; das Erscheinungsdatum des Programms selbst — wie in meinem Fall vermutlich Ende 2003 — spielt kaum eine Rolle. Kritisch wird es dann, wenn der Schutz nicht mehr gewährleistet ist, weil das Abonnement abgelaufen ist. Da die Zeit ab dem Datum der Installation zu laufen beginnt, kann man versuchen, das komplette Programm neu zu installieren, wobei dieses Datum vermutlich irgendwo in der Windows-Registry gespeichert wird. Diesen Fall könnte man durch eine Neuinstallation des Betriebssystems umgehen, wenn man wollte.

Man kann geteilter Meinung über den Preis solcher Software und der Verlängerung von abgeschlossenen Abonnements zur Aktualisierung sein. Ich bin bereit für die Sicherheit einen angemessenen Preis zu zahlen, kann aber durchaus nachvollziehen, dass manche anderer Meinung ist. Den Kommentaren zu meinem Beitrag über eine Spam-Mail, die angeblich von TMS Logistik stammt und teilweise eine infizierte Datei im Anhang enthält, kann ich entnehmen, dass nicht jeder ein Anti-Viren-Programm besitzt. Am hohen Preis soll es nicht scheitern, Virenscanner gibt es auch günstig bis kostenlos. Aufgepasst:

Google bietet mit dem Google Pack ein Paket mit häufig gebrauchter Software, darunter eine etwas ältere Version von Norton AntiVirus inklusive sechsmonatigem Abonnement. Um ein ganzes Jahr auf dem aktuellem Stand bleiben zu können, zahlt man für die Vollversion 39,99 €. Für die Hälfte, für 19,99 €, bietet VirusScan Plus von McAfee ebenfalls ein ganzes Jahr lang aktuelle Definitionen.

Es gibt aber durchaus kostenlose Alternativen. Von ClamAV, einem quelloffenen Virenscanner für UNIX, gibt es eine Windows-Version mit dem Namen ClamWin. Ein weiterer Kandidat ist das Programm mit dem klangvollen Namen Avira AntiVir PersonalEdition Classic. Beide habe ich selbst nicht ausprobiert, bin aber mit ClamXav, einer Portierung von ClamAV für OS X, sehr zufrieden. Weitere kostenlose Programme findet man entweder über eine Suche mit der favorisierten Suchmaschine oder über das Schottenparadies.

Zusätzlich zu einem dieser Programme empfiehlt sich der Einsatz von AdAware SE Personal, das auch im Google Pack enthalten ist. Dieses Programm sucht und entfernt Spyware wie z.B. sogenannte Tracking Cookies, die die Surf-Spur im Internet verfolgen und die Identifizierung des Benutzers ermöglichen, oder Programme, die beim Start des Browsers ein Werbebanner in einem neuen Fenster anzeigen.

Alle diese Programme können ihre volle Wirkung aber erst entfalten, wenn man die Viren- oder Spyware-Definitionen auf dem neuesten Stand hält. Das ist aber kaum eine Einschränkung, da das Programm meistens bei jedem Start prüft, ob neuere Definitionen verfügbar sind und dann eine Aktualisierung empfiehlt. Man muss nur einmal einen vierzeiligen Hinweistext lesen und OK klicken.

Wer regelmäßig sein System prüft, lebt gesünder.

Trojaner entfernen

Man muss alles einmal ausprobiert haben. Auch beim bloßen Entpacken eines RAR-Archives über das Kommandozeilenprogramm unrar.exe können anscheinend schon Dateien ausgeführt werden. Besonders uncool ist es, wenn es sich dabei um Adware, Spyware oder wie auch immer man diesen Müll nennt handelt.

Nach dem Entpacken eines solchen Archives hatte sich ein Plugin mit dem Namen Adware.MaxSearch im Internet Explorer und Mozilla Firefox eingenistet, wobei letzterer damit zum Glück nichts anzufangen wusste. Der Internet Explorer zeige sofort eine fingierte Warnmeldung an, dass mein Rechner möglicherweise infiziert sei, was ja auch stimmte, und ich mir am besten irgendeine dubiose Anti-Antiviren-Software herunterladen und installieren sollte. Natürlich vertraue ich Norton AntiVirus mehr und brauche kein zweiten Virenscanner und habe deshalb in den angezeigten Dialogfenstern immer auf Nein und Abbrechen geklickt, um der Schadroutine auszuweichen. Im letzten der drei Fenster stand nur noch OK als Antwort auf die Empfehlung, das zwielichtige Programm herunterzuladen, zur Verfügung. Der Dialog zum Speichern der Datei, diesmal über den als Standard eingerichteten Firefox, wurde zwar angezeigt, aber von mir abgebrochen, somit sollte die Sache gegessen sein.

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