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Wäre ich überzeugter Apple-Anhänger und hätten mich die momentanen Ereignisse in der Macintosh-Welt sehr mitgenommen, das wäre wohl meine Reaktion. Ich bevorzuge aber die folgende Betrachtungsweise: Zwar finde ich Apple und ihre Produkte interessant und die Gewissheit verlockend, dass alles aufeinander abgestimmt ist und meistens sehr gut funktioniert. OS X ist zudem ein tolles Betriebssystem, das wohl nur etwas Einarbeitungszeit erfordert, damit man es richtig zu schätzen lernt.

Ich fühlte mich bei der Benutzung aber etwas ausgebremst und konnte mich nicht frei auf der Festplatte bewegen, weil einige Ordner im Finder ausgeblendet wurden und nur über das Terminal erreichbar waren. Vielleicht hängt das aber auch mit der Einarbeitungszeit zusammen.

Man merkt mir an, dass ich mich für Apple und OS X interessiere: Das ist wohl meiner Neugier und dem generellen Interesse an PCs zu verdanken. Aus Neugier habe mir gestern dann endlich die Keynote Address von Steve Jobs zur WWDC 2005 angesehen, nachdem es mir am Wochenende nicht vergönnt war. Weiterlesen

Verliert der PowerMac seine Power?

Die Gerüchteküche um Apples Kurswechsel und die Trennung von den langjährigen Partnern in der Herstellung des PowerPC-Prozessors, IBM und Motorola, mit Wechsel zu Intel brodelte schon länger.

Auf der WWDC in San Francisco gab Steve Jobs bekannt, dass die Mutmaßungen wahr seien und dass der erste Apple PowerMac mit Intel-Prozessor(en) im Juni 2006 auf den Markt kommen werde. Mutmaßungen über den Grund gibt es viele, zum Beispiel dass Microsoft bei der Bestellung der PowerPC-Prozessoren für die neue Xbox 360 bei IBM zur Auflage gemacht habe, dass zeitgleich nicht auch Apple beliefert werde. An dieser Stelle bietet sich ein breites Betätigungsfeld für Verschwörungstheoretiker.

Für die meisten Apple-Anhänger war das dann der tödliche Dolchstoß, der schon länger bedrohlich im Raum schwebte. Natürlich wurden die üblichen Stimmen laut: “Blasphemie!” “Intel ist blöd!” Es wurde auch vom Niedergang der Marke gesprochen, aber Apple plant, weiterhin beide Prozessortypen zu unterstützen, den Schwerpunkt allerdings auf den x86-Prozessor zu legen.

Für eine Anwendung dürfte vor allem der jüngste Sproß der Familie, der Mac mini, auch in Zukunft prädestiniert sein.

Ich selbst hatte nur kurze Zeit einen PowerMac G4 und habe mich mit OS X wenig beschäftigt. Allerdings durfte ich erst am Wochenende wieder in einer Schaulandt-Filiale die homogene Optik des Betriebssystems bestaunen: Mit sanften Übergängen zwischen Fenstern und der Arbeitsfläche, ohne den harten Kontrast unter Windows.
Ich würde allein schon deshalb umsteigen, wenn sich OS X denn auf normalen PCs installieren ließe -womit man eher nicht rechnen kann.