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Designed by Madonna

Eine tödliche Mischung aus Langeweile, Neugier und Wissen-wollen-was-frau-jetzt-so-trägt haben mich dazu gebracht, mir die Madonna-Kollektion auf der Website von H&M anzusehen. Um in einer Filiale zwischen den Kleiderständern umherzuschleichen reichte die Lethalität dann doch nicht aus.

H&M haben eine waschechte Poser-Website: Alles in Flash, alles ganz hübsch anzusehen, aber null Informationen und ätzend langsam.

Die Madonna-Microsite — wenn man sie so nennen kann — zeigt eine weitläufige grellweiße Halle, in der auf einem Podest Madonnas Kreativarbeitsplatz steht; etwas entfernt davon sitzt ihre Sekretärin an einem Schreibtisch und bedient zwei MacBooks gleichzeitig. So einer Poserin.

Zur Anprobe der Kollektion gelangt man, wenn man durch Schiebetür links neben diesem Arbeitsplatz geht. Wir sehen einen schicken begehbaren Kleiderschrank in Nussholz, einen Torso und die uns bereits bekannte Sekretärin. Sie steht aber nicht einfach nur dekorativ da, sondern hat einen Auftrag. Wenn der Torso das nächste Kleidungsstück zeigen soll, bringt sie ihn durch magische Madonnakraft und ihren abwertenden Blick in Rotation, wodurch das aktuell gezeigte Kleidungsstück in das neue übergeht. Der absolute Wahnsinn. Wie macht sie das nur?

Designed by Madonna bei H&M

Diese Idee, die stilvolle, moderne Gestaltung und die Umsetzung gefallen mir tatsächlich ganz gut, abgesehen von der Geschwindigkeit, mit der die Aktionen ablaufen. Mein Fazit wäre nicht komplett, würde ich nicht auch noch auf die Klamotten eingehen. Dank langjähriger Erfahrung mit Klatsch-Blogs, Berichten im Radio und nicht zuletzt Madonnas Mitwirken im Bond-Film “Stirb an einem anderen Tag” kann ich ruhigen Gewissens sagen: “Designed by Madonna” kommt hin.