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Silvester (II)

Den ersten Teil mit den Planungen — besser gesagt den nicht stattgefundenen Planungen — gibt es hier.

Wir sind pünktlich um 20.00 Uhr im Restaurant und schildern Gino unseren Wunsch, ohne Reservierung dennoch Gast in seinem Restaurant sein zu dürfen. Dieser läuft gestikulierend und seinen Bediensteten anscheinend italienische Befehle zuwerfend durch den Laden und sucht einen freien Platz. Nachdem wir fünf Minuten blöd im Eingang herumstanden, weist er uns einen Platz an einer Tafel in einer Ecke zu. Sicherlich nicht der schönste Tisch des Restaurants, aber wir möchten ja genußvoll speisen und uns unterhalten und nicht nur Leute begucken. Zumindest haben wir uns das immer wieder eingeredet. Nach einer guten Dreiviertelstunde Wartezeit bekomme ich mein Rumpsteak mit Gorgonzolasauce und gebackenen Kartoffelecken, dazu Ciabattabrot und einen Rotwein, der mir erschreckend trivial vorkommt: Lambrusco. Der in der Karte versprochene kleine Salat besteht entweder aus zwei Blättern rotem Salat und drei Broccoliröschen — viel wahrscheinlicher ist aber, dass wir darum betrogen wurden. Stilsicher bestellen wir einen Grappa als Digestif und einen Cappuccino als Dessert, wobei letzterer wie lauwarmer Kakao schmeckt. Wir halten fest: Essen ist spitzenmäßig, bei den Getränken bleibt man besser bei Mineralwasser aus dem Gastronomie-Fläschchen.

Erfreulich ist, dass bei der nun folgenden Suche die Bars längst nicht so überfüllt sind wie das Personal glauben machen wollte. Unerfreulich dagegen, dass wir uns nicht für eine Bar entscheiden können. Um zwölf wünschen wir uns ein frohes Neues, nehmen das Geböllere beiläufig war und machen uns auf den Weg zur bereits auserkorenen Disco. Es ist mittlerweile selten geworden, aber die Musik ist wieder ausgesprochen schlecht. Zudem haben zwei gleichermaßen große wie beschränkte Typen großen Spaß daran, andere Gäste anzurempeln. Uns anderen Gästen geht das und die schlimme Musikzusammenstellung ziemlich auf den Sack, so dass wir uns schon vor drei Uhr auf den Heimweg machen. Ich war um vier im Bett, habe entspannte neun Stunden geschlafen und bin trotz des schädelnden Lambrusco ohne Kater aufgewacht. Ich bin fit, die Neujahrsdepressionen können kommen.

Silvester (I)

Jedes Jahr das gleiche: Die Silvesterplanung läuft zu spät an. Während manche Leute am 30. Dezember schon das gesamte Outfit für die Mottoparty zusammenhaben, betteln andere in sämtlichen Bars der Stadt um eine Reservierung.

Zuerst sollte es eine schicke Gala mit großem Buffet in Abendgarderobe sein, was mir aber doch zu teuer war. Als Nächstes privat essen und danach in eine Bar oder Disco weiterziehen, aber ich wollte lieber mit meinen besten Freunden zusammen feiern. Als Nächstes eine Silvesterparty mit Drei-Gänge-Menü in einer Bar feiern, aber dafür gab es keine Karten mehr. Aktuell: In einem Restaurant essen gehen und danach versuchen, in einer Bar einen Platz zu finden und eine Bestellung abgeben zu können. Wenigstens wollte ich einen Tisch reservieren, aber selbst hierbei ist kaum noch etwas zu machen. Gino, seines Zeichens Inhaber eines Ristorante und mein Ansprechpartner, präsentierte mir zwei Möglichkeiten: 1. Statt um 20.00 Uhr bereits um 18.30 Uhr kommen und wieder verschwunden sein, bis die Leute kommen, die den Tisch um acht reserveriert haben. 2. Ohne Reservierung um 20.00 Uhr kommen und er, Gino, werde dann was tschintschen, dass wir trotzdem einen Platz bekommen. So locker sind sie, die Südländer. Wir haben uns dann auf Variante Numero Due geeinigt.

Selbstverständlich haben wir spießigen Deutschen noch eine Alternative parat. Statt bei Gino werden wir es uns dann im Kartoffelkeller gemütlich machen, denn die Erfahrung zeigt, dass am Silvesterabend um 21.00 Uhr anscheinend niemand deftige Kartoffelgerichte sondern lieber italienische Dolce Vita genießen möchte. Das kann ich nachvollziehen. Absolut unerklärlich ist aber, wie etliche Leute auf die gleichen Ideen schon wesentlicher früher gekommen sein können. Das wird vermutlich mit der Sternenkonstellation zusammenhängen, nicht ohne Grund ein beliebtes Thema zum Jahresanfang.

Fortsetzung folgt.

Mein Tag: Mountainbike, Nudeln, Party

So sollte jeder Tag aussehen: Morgens ausschlafen, weil ich keine Vorlesung hatte, nachmittags eine schöne Runde auf dem Mountainbike, danach eine große Portion Bandnudeln essen, um ordentlich Kohlenhydrate zu tanken, sich nicht mehr bewegen können, weil der Bauch voll und die Beine schwer sind, und danach ab auf die Audimax-Party. (Dort auch wieder tanken ;))

3:27: Die Party hat viel Spaß gemacht… Während ich diese wenigen Worte schreibe trinke ich Wasser, um morgen (heute) ein bisschen weniger Kater zu haben, weil ich ordentllich getankt habe. Um acht Uhr (0800 A, wie studentenunfreundlich…) habe ich eine Vorlesung, aber bei 2 EUR für jeden Gin Tonic, mein Lieblingsgetränk, kann man nicht Nein sagen, oder!?

Blöd nur, dass zuerst der Gin ausging (was die junge Dame von der Theke aber erst bemerkt hat, als Tonic Water schon im Becher war) und wir auf Wodka-O umsteigen mussten. Dann ging der Wodka aus und wir mussten auf Tequila-O umsteigen. Das war eine Empfehlung der jungen Dame an der Theke, aber geschmeckt hat es eher nicht.
Also: früh kommen und gleich ordentlich loslegen, dann hat man noch Chance auf das Wunschgetränk.