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Addicted to Blogging

Genau genommen veröffentliche ich das Ergebnis des Tests “How Addicted to Blogging Are You?” nur, damit ich wahrheitsgemäß auf eine Frage antworten konnte, so dass die erwartete Punktzahl höher ausfällt:

85%How Addicted to Blogging Are You?

Was würden wohl Suchtberater zu “85% süchtig” sagen? “Es gibt nur süchtig und nicht süchtig. Sie sind süchtig, Punkt.”, vermute ich.

[via ChliiTierChnübler]

Funktionstaste für Verliebte

Da ich die Gefahr liebe, habe ich die folgende Kettenmail aus einem Social Network nicht weitergeschickt. Ich bin schon ganz gespannt, was in den nächsten fünf Jahren passieren wird — oder nicht passieren wird.

Tut mir leid ,aber ich muß das weiter schicken und es funktioniert auch, also schickt das auch lieber weiter.

Mit Tränen zeigt der Mensch, dass er nicht weiter weiß.

Schicke diese Mail an 15 Leute in den nächsten 143Min, wenn du fertig bist drücke F6 und die Person, die in dich verliebt ist, erscheint auf dem Bildschirm in Buchstaben!
Es ist erschreckend, weil es wirklich funktioniert!
Wenn du diese Kette brichst, wirst du Probleme in Beziehungen bekommen- für die nächsten 5 Jahre

Die Absenderin habe ich gefragt, ob sie mittlerweile den Namen des heimlichen Verehrers kennt. Die Antwort ist erwartet nüchtern:

das ist alles Humbuck…hab es ausprobiert und nix passiert, also alles Quatsch *g*.

Ich hätte die Situation aber sehr gerne miterlebt. Schnell den Text kopieren, wahllos 15 Empfänger auswählen, jedem davon eine Nachricht schreiben, mit zittrigen Fingern F6 drücken und… Die aktuelle URL in der Adresszeile wird markiert.

Musik für jede Lebenslage

Es ist ein typisches Stöckchen, wenn auch nicht geworfen, sondern bei plueschi aufgesammelt.

Gesucht ist ein Song,

…der dich traurig macht: Blink 182 — I Miss You. Das gesamte Album “Blink 182″ ist beeindruckend melancholisch.

…bei dem du weinen musst: Eric Clapton – Tears In Heaven. Zwar kullern nicht die Tränen, die Geschichte hinter diesem Stück betrübt aber.

…der dich glücklich macht: Uniting Nations feat. Laura More – Ai No Corrida.

…bei dem du sofort gute Laune kriegst: Bob Sinclar feat. Cutee-B – Rock This Party. “Dance dance, now everybody move move, now everybody shake shake, now everybody… Everybody dance now!”

…bei dem Du nicht still sitzen kannst: LL Cool J feat. J.Lo – Control Myself. Ein fetter Beat und Zizzizzizz.

…der deiner Meinung nach zu kurz ist: Armand van Helden – Into Your Eyes. Bei solchen Songs braucht man wirklich den Club Mix.

…der dir etwas bedeutet: Sean Paul – Temperature. Sean Paul hats voll drauf.

…den du ununterbrochen hören kannst: P. Diddy feat. Keyshia Cole – Last Night. Ein Tipp von Perez Hilton.

…den du liebst: Michael Gray – The Weekend. Steht in meinen Top 25 auf Platz 3.

…den du hast, aber nicht magst: Village People – YMCA. Wer weiß, wozu der nochmal nützlich sein könnte.

…dessen Text auf dich zutrifft: Armand van Helden – You Don’t Know Me. Etwas derartiges musste ja kommen.

…von einem Soundtrack: Norman Greenbaum – Spirit In The Sky. Starker Auftritt in “Spiel ohne Regeln”.

…den du schon live gehört hast: Marilyn Manson – Tainted Love. Gehört beim “Fields of Rock”-Festival 2003 in Nijmegen, als wir und 3000 andere Besucher nur auf den Auftritt von Metallica gewartet haben.

…der nicht auf deutsch/englisch ist: Breakplus & Ishfaq feat. Anya – The Simple Recipe. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 12. Zweiter Kandidat ist ein sehr bekanntes Stück: Französischer Hip-Hop, eine Frauenstimme singt häufig “Funky”, mir fällt der Titel nicht mehr ein.

…der von einer Frau gesungen wird: Jennifer Lopez – Let’s Get Loud.

…eines Solokünstlers: Lee Coulter – Booty Voodoo. Ein Tipp von Cali Lewis von GeekBrief.TV.

…deiner Lieblingsband: Metallica – Battery. Energiegeladen.

…aus deiner frühesten Kindheit: Gerry Rafferty – Baker Street. Mir kommt es vor, als hätte Radio Schleswig-Holstein (RSH) diesen Song in einer Endlosschleife gespielt.

…mit dem du dich identifizierst: AC/DC – It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n Roll). Welchen Song nimmt man denn da?

…den du deinem Schwarm vorsingen würdest: U2 – It’s A Beautiful Day. Kürzlich gehört und hatte sofort wieder das Musikvideo vor Augen.

…zum Küssen: 4 To The Bar – Sugar In Your Tea. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 3.

…zum Kuscheln: Amplivibes – Without You. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 14.

…der dich an Deinen letzten Liebeskummer erinnert: Ne-Yo – Sexy Love. Kein enger Bezug, aber eine schöne Ballade.

…der von Sex handelt: Pachanga feat. J Del Alma & Rico Caliente – Loco. Beweis: “I love the sex with you after the parties”

…der dich an einen Urlaub erinnert: Sean Paul – Get Busy. Lief 2003 überall auf Heavy Rotation.

…der dir peinlich ist, dass du ihn gut findest: Mir ist mein Geschmack nicht peinlich.

…den du gerne beim Aufstehen hörst: Dannii Minogue vs. Soul Seekerz – Perfection. Häufig bei BFBS Radio 1 gehört und mit einem Lächeln aufgestanden.

…zum Einschlafen: Bobby Valentino – Slow Down. Hier ist Einschlafen auch gewollt.

…den du gerne beim Autofahren hörst: Metallica – Fuel. “Gimme fuel, gimme fire, gimme that which I desire.”

…der dir schon mal in einer Situation geholfen hat: Ich habe echt keine Ahnung.

…dessen Video du als letztes im Fernsehn gesehn und überraschend gut gefunden hast: Ich empfange keine Musiksender.

…den du immer wieder hören musst: Jay-Z And Linkin Park – Numb/Encore. Habe ich durch “Miami Vice” erst zu schätzen gelernt.

…der dich nervt: Will Smith – Party Starter. Es ist weder Hip-Hop noch Pop, sondern einfach ein grausamer Titel.

…der dich rasend macht: Nickelback – If Everyone Cared. Ich ertrage dieses Gejaule nicht, bei jedem Song das Gleiche.

…den du von einer/m Freund/in lieben gelernt hast: Mia. – Tanz der Moleküle. Ich muss dabei immer an die HBK Braunschweig und ihre Studenten denken.

…den du magst, aber die Band nicht: Eminem feat. Nate Dogg – Shake That Ass. Eminem mag ich nicht, auch wenn er angeblich geistvolle Raps mit Cha-Cha-Cha-Rythmus schreibt.

…den du gerade hörst: 4hero – Morning Child. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 16.

…den du als letztes heruntergeladen hast: Dennis Christopher – Soul Shakin’. Im Fitnessstudio gehört, ins Herz geschlossen und zum Glück auf einem Album wiedergefunden.

…einer Band, die es nicht mehr gibt: The Police – Every Breath You Take. Mit dem Song habe ich eine Wette gewonnen. Einsatz: Die 2004er James-Hetfield-Frisur.

Ich mache kurzerhand ein Stöckchen daraus und werfe an Rozana, Dennis, Pablo und Perez Hilton weiter.

Nachtrag: Weil Perez Hilton unverständlicherweise nicht antwortet, geht das Stöckchen an Lye.

Lennard ist…

…ganz munter und gut drauf und spielt schon mit den Krankenschwestern.
…echt zum Verlieben.
…wirklich süß.
…schon ne Schnidde!
…ein ganz lieber und ruhiger kleiner Mann.
…auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau.
…eine international renommierte Fotografin.
…offline.
…frustiert.
…schon im Clan.
…der kleine Giftzwerg.

Irgendetwas läuft da falsch. Die ersten vier Einträge passen ziemlich gut, aber “lieber und ruhiger kleiner Mann” und “Giftzwerg” geht ja mal gar nicht klar. Der Name Lennard leitet sich schließlich von Leonhard ab, der sich aus leo (Löwe, lateinisch) und harti (hart, althochdeutsch), meinetwegen hier auch aus dem englischen hard, zusammensetzt.

Glücklicherweise es gibt noch andere Suchmaschinen neben Google, in diesem Fall Yahoo, also nächster Versuch:

…sehr seriös.
…voll süß.
…sehr selbstständig.
…voll cool!
…klug [und] wunderschön.
…einfach der Geilste auf der ganzen Welt.

Das wollte ich hören!

Ich stelle fest: Mütter diskutieren in dubiosen Foren gerne über ihre Kleinkinder und Websites für Babynamen sind enorm unterhaltsam. Dort kann man genau wie bei Amazon Rezensionen zum Namen (“Von Leonhard!Leo=Löwe und Hard=stark Also stark wie ein Löwe”) schreiben. Die kopierte Illusion ist perfekt (ich habe mir das nicht ausgedacht!), Quelle:

Andere Mütter und Väter, die den Jungennamen Lennard schön fanden, interessierten sich auch für folgende Vornamen: Lothar-Siegfried, Lutz-Henri, Manfred-Michael, Marceli, Markus-Benedikt, Maurus-Max, Mense, Miguel, Nick-Nicki, Norwell.

Bin ich froh, dass man früher nur kleine Büchlein mit alphabetischer Auflistung der Namen und eine Aufstellung der beliebtesten Vornamen hatte. Ich würde Data Mining (und Amazon als Paten pauschal gleich mit) verteufeln, wenn ich deshalb jetzt Mense oder Nick-Nicki hieße.

(via, via)

Blickkontakt an der Kasse

Ich kaufe ungern und nur im absoluten Notfall bei Penny ein. Ich kenne nur diese eine Filiale in der Nachbarschaft von innen, kann mir aber schwer vorstellen, dass andere Läden dieser Kette weniger vollgemüllt sind und gebildetere Kunden und freundlichere Verkäuferinnen und Verkäufer hat. Der absolute Notfall tritt etwa dann ein, wenn der Aldi-Markt samstags wegen Inventur schon um 16 Uhr schließt, ich um 16.05 Uhr vor der Tür stehe und unbedingt noch ein paar Dinge (auf dem Einkaufszettel: Mineralwasser, Brötchen, Fleisch, Flaschen zurückgeben) fürs Wochenende brauche. Ich muss schnell umdisponieren und entschließe mich allen bösen Vorahnungen zum Trotz mit meiner Tüte leerer Pfandflaschen über die Straße zu Penny zu gehen und dort die benötigten Dinge einzukaufen. Natürlich gibt es dort nur absolut ekliges stilles Wasser, was ich mir auf keinen Fall antun möchte. Weil es dort so vollgemüllt ist, verzichte ich auch auf den Kauf weiterer Artikel. Mein Einkaufszettel lautet jetzt Mineralwasser, Brötchen, Fleisch, Flaschen zurückgeben.

Zwar kann ein Supermarkt wenig für die Kundschaft, die dort üblichweise einkauft. Zwei Frauen, die es mit der Körperhygiene offensichtlich nicht so genau nehmen, stehen vor mir in der Schlange. Dieser Geruch ist einfach widerlich. Da ich nichts kaufe, halte ich meine Tüte mit den Flaschen in der Hand und habe keinen Warentrenner auf das Förderband gelegt, wozu denn auch. Als die übel riechenden, blödes Zeug quatschenden und nervigen Weiber vor mir endlich bezahlt und die Waren in die Original-Pennymarkttüte verstaut haben, zieht die Frau an der Kasse irgendeinen Artikel von der Kundin hinter mir über den Scanner. Auf mein freundliches aber bestimmtes “Moment, das ist nicht meins, ich hab nur Flaschen!” entgegnet sie “Das konnte ich nicht sehen.”. Anstatt diesen einen Artikel nun zu stornieren sagt diese B____ “Ich muss jetzt hier weitermachen.” und erfasst seelenruhig die folgenden Sachen, während ich wartend daneben stehe. Es ist natürlich zu viel verlangt, einmal kurz den nächsten Kunden anzusehen, nachdem sie mit ihren kleinen gierigen Fingern das Geld weggesteckt hat. In der entstehenden Verzögerung hätte ich mein besonderes Anliegen bestens vorbringen können. In allen anderen Supermärkten klappt das, nur bei Penny nicht. Meinetwegen braucht die Trulla mich auch nicht zu begrüßen, wenn ihr das zuwider sein sollte, aber Ansehen sollte doch wohl drin sein.

Ich möchte meinen Unmut über soviel Blödheit äußern, fange mit “Ja…” an, aber danach verschlägt es mir die Sprache. Ich würde gern durch die Anwendung von UZwGBw zum Ausdruck bringen, dass mir ihr Verhalten missfällt. Da ich kein Soldat mehr bin, lege ich mir alternativ schon eine einwandfreie Argumentation zurecht, verwerfe dann aber beide Pläne. Ich will mit dieser Schnepfe gar nicht diskutieren, weil sie es vermutlich nicht kann, schwachsinnige Argumente bringt und womöglich mir die Schuld für ihre eigene Unfähigkeit gibt. So macht diskutieren keinen Spaß, also lasse ich sie widerwillig gewähren. Alle Artikel sind jetzt endlich erfasst, die Kundin bezahlt. Ich stehe die ganze Zeit neben der Kasse. Während die Kassenfrau das Wechselgeld heraussucht, hält die Kundin ihr den Rücken frei: “Das konnte man wirklich nicht sehen.”. Sofort wäge ich wieder zwischen UZwGBw und Diskussion ab, komme aber zu dem gleichen Ergebnis. Ich habe jetzt richtig schlechte Laune und muss schnell aus diesem Proletenladen raus, bevor es doch noch zur Anwendung von UZwGBw kommt.

What comes before Part B?

Partay!

Prep-Unit: 'Tea Partay'

Wer sind denn diese drei eleganten und kultivierten Yuppies? Das sind Prep-Unit in ihrem Video “Tea Partay” — zu sehen bei Very Funny Ads. Mehr zum Thema, auch einen Style Guide, gibt es unter Tea Partay.com. Die Benimmregeln habe ich selbstverständlich bereits verinnerlicht, es fehlen nur noch eine Yacht und ein anständiges Portfolio, dann kann ich mich auch wieder auf dem Ehemaligentreffen sehen lassen.

Psychologische Tricks mit der Mehrwertsteuer

Ich habe mich in die Fitness Company einschleusen lassen. Offensichtlich um Sport zu treiben, Muskeln aufzubauen, über Eiweißpräperate zu fachsimpeln oder einfach nur zu posen. Nichts von dem stimmt wirklich, abgesehen vielleicht vom Posen. Ich analysiere scharfsinning die dort praktizierten Marketingmethoden und werde sie veröffentlichen, sobald ich genug Einblicke gewonnen habe; ähnlich wie DonAlphonso mit den Ergebnissen zum StudiVZ.

Das Marketing bei der Fitness Company, auch liebevoll Fitcom genannt, ist sehr darauf ausgerichtet, Anreize für eine Mitgliedschaft zu schaffen. Verwunderlich, wenn es nicht so wäre. Bevor ich den Vertrag unterschrieben habe, hat mich ein Mitarbeiter herumgeführt und mir erzählt, was das Studio zu bieten hat. Ich hatte mich schon im Vorfeld entschieden und so hatte ich nichts dagegen, noch am gleichen Tag Mitglied zu werden. Deshalb und weil ich mich die 12-monatige Laufzeit gewählt habe, hat dieser Mitarbeiter mir “spontan” als Dankeschön 20 € geschenkt, die als Guthaben auf die mit RFID-Etikett versehenen Kundenkarte gebucht wurden. So spontan schien es zwar nicht zu sein, aber die Geste finde ich äußerst nett, auch wenn sie von der Konzernleitung diktiert wird.

Wegen der Mehrwertsteuererhöhung muss auch die Fitcom ihre Preise anpassen. Der monatliche Mitgliedsbeitrag wird nach oben korrigiert und per Lastschrift eingezogen. Weil diese Änderung den meisten Kunden beim Vertragsabschluß nicht präsent war und sich vielleicht sogar die Vertragsbedingungen ändern (ich erwarte Kommentare von angehenden Juristen), haben sich die cleveren Leute etwas nettes ausgedacht.

Anfang Dezember bekam ich einen Brief, in dem man sich für die Preiserhöhung entschuldigt. Der Plan zur Wiedergutmachung sieht nun folgendermaßen aus: 1. Der Kunde zahlt ganz normal die zusätzlichen 3% Mehrwertsteuer auf die Leistungen, die die Fitcom 2007 im Rahmen des Vertrages erbringen wird. 2. Fitcom schreibt jedem Kunden auf seiner mit RFID-Etikett versehenen Kundenkarte genau diesen Betrag als Guthaben gut (ja, stilistisch unschön, aber so sagt man das nunmal in der Buchführung).

Die Folge ist, dass die Erhöhung nicht an die Kunden weitergereicht wird, sondern dass die Fitness Company die Erhöhung vollständig selbst trägt. Es hätte mich auch gewundert, wenn bei der Beitragshöhe nicht noch Spielraum wäre. Viel interessanter ist allerdings das Verfahren: Anstatt dem Kunden lediglich mitzuteilen, dass er weiterhin nur 16% Mehrwertsteuer bezahlt, wird über das Tut-uns-Leid erst Sympathie aufgebaut und offenbart, dass man die Kosten leider, leider weiterreichen müsse. Dann schenkt man ihm Guthaben in Höhe der zusätzlichen Kosten, was eine wesentlich stärkere Emotion auslösen und das Ansehen der Fitcom enorm steigern dürfte. Sehr clever — aber ich habe es trotzdem durchschaut.

Mein Schreibtisch

Rozana hat mir ein Stöckchen zugeworfen, mein allererstes. Gefangen habe ich es sofort, konnte meinen Männerschreibtisch aber noch nicht zeigen, weil ich über Weihnachten und Silvester bei meinen Eltern war und erst vorgestern abend wiedergekommen bin. Wegen der Neujahrsträgheit ist es gestern nichts geworden — nun aber endlich, mein Schreibtisch:

Mein Schreibtisch vom Typ 'Männerschreibtisch'

Ein paar Erläuterungen? Im Uhrzeigersinn von links vorne: Die Reste einer kompletten Stange Mamba; ein Rippenkühlkörper mit Notizzetteln (Idee von Martin geklaut, schöne Grüße) und der Volksbank-BraWo-Postkarte; ein paar Stifte (selbstverständlich nicht zum Beschriften gebrannter CDs); Apple-Pro-Lautsprecher nach Hardware-Hack (3,5-mm-Klinkenstecker angelötet); mein schicker 21,3″-TFT; eine Halogenlampe (muss ich aufzählen, weil ich so aus ästhetischen Gründen in einem Oval durchs Bild gehe); das IBM Rapid Access Keyboard 2.

Das Hintergrundbild hab ich von deviantArt, der Dateiname lautet TLO Wallpaper 1600x1200.jpg, aber habe absolut keine Ahnung mehr, von welchem Grafiker es kommt. Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, von links nach rechts: die Reste der Mixed-Tape-Hochlade-Aktion, ein PDF mit Ergebnissen des Persönlichkeitstests bei Egoload, die Burns-Verschwörung (2, 3, 4, 5, 6, 7) als Hörspiel, die mkdosfs.exe und das FooBar-Küchenbild. Wow, bei so vielen Selbstverlinkungen war das mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2006.

Der Schreibtisch geht rechts noch weiter, soll ich noch meinen vollgemüllten Drucker zeigen?

Ich werfe das Stöckchen weiter an Adam, Arne-Kolja, Sascha und Perez Hilton.

Präweihnachtliche Zugfahrt

Ich fahre über Weihnachten zu meinen Eltern: mit dem Zug von Braunschweig über Hannover und Hamburg nach Lübeck. Pendeln an regulären Wochenenden kann schon tückisch sein, das zeigt die Erfahrung, aber das ist überhaupt kein Vergleich zur Weihnachtszeit. Bei der Buchung der Fahrkarte über das Internet erschien neben meiner gewünschten Verbindung der lapidare Hinweis, dass eine Sitzplatzreservierung empfohlen wird. Das sollte sich auf eindrucksvolle Weise bewahrheiten.

Selbstverständlich pfeife ich auf Reservierungen. Ich verwette das City-Ticket und den irrwitzigerweise Barcode genannten Pixelhaufen meiner ausgedruckten Fahrkarte, dass ich mit irgendwelchen Spinnern, die auf meinem Platz sitzen, darüber diskutieren muss, dass ein Vermerk über die Platzreservierung auf der Fahrkarte genauso gilt wie ein kleines Pappschildchen an der Gepäckablage. Ohne Reservierung auf vergebenen Plätzen sitzen geht auch häufig gut.

Als der IC 2142 nach Hannover einrollt habe ich mich bereits mental auf eine Stehfahrt vorbereitet. Nach einem kurzen Blick in die überfüllten Abteile, habe ich es mir ein paar Minuten mit meinem iPod auf dem dreckigen Boden im Einstiegsbereich gemütlich gemacht, als es eine Reinigungsfrau gut mit mir meint und sagt:

“Der Zug da hinten ist noch ganz frei!”
“Aber da ist doch Raucherabteil, ne?”
“Ja, halb und halb.”

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