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Eine belgische Kartoffel

Micha dachte sich, ich sei ein geeigneter Empfänger seiner surrealistischen belgischen Kartoffel. Was er nicht weiß: Ich habe soviel Ahnung von Kunst und Kultur wie… weiß ich auch nicht. Ich hoffe man merkt mir meine Unkenntnis nicht sofort an:

1 – Nehmen wir an du stehst auf einem Feld. Links neben dir eine Kuh, rechts ein kleiner grüner Außerirdischer mit einer Todesstrahlenkanone. Welche der beiden Plagen würdest du lieber reiten wollen?

Ich würde die Todesstrahlenkanone reiten wollen.

2 – Wir schnitzen zwei Schlüssel aus guatemaltesischen Hartholz, welche anschließend von taubstummen Marori unter Wasser zu Gold geklöppelt werden. Würdest du damit lieber eine Tür zu unermesslichen Reichtümern, oder eine Tür zum ewigen Glück aufschließen?

Können die taubstummen Marori auch Diplome klöppeln? Falls nicht, aber das würde die Sache nur unerheblich verkomplizieren, entschiede ich mich für den aus guatemalteischem Hartholz geschnitzen und anschließend von taubstummen Marori (Du meinst aber nicht die Maori, oder?) unter Wasser zu Gold geklöppelten Schlüssel, welcher eine Tür zu unermesslichen Reichtümern öffnet. Dann könnte ich mir mein Diplom ganz legal kaufen.

3 – Treffen sich zwei Kosmonauten. Beide Grün. In Bezug zur aktuellen quantenmechanischen Gegebenheit, welche Farbe hat deine Unterhose?

Purpur.

4 – Rem Ten Gnu Go

[ ] Ebenso.

[ ] Könnte besser sein.

[ ] Es ist schon Abend, werter Herr.

[X] Schau doch, all die schönen Kamele!

5 – Zwei Schweine sitzen auf einer Bank. Das eine trägt ein rosa Kleidchen, das andere hält eine Atombombe in der Hand. Was würdest du sie fragen?

Ich würde, den Ernst der Lage erkennend, stilsicher fragen: “Wie spät ist es?”

6 – Du sitzt an einer Bushaltestelle. Ein Bus mit der Nummer 42 hält und ein Radfahrer mit zwei Playboy-Models steigt aus. Was tust du?

[ ] – Ich werde die Gesetzte der Physik außerkraftsetzen und einen Cheeseburger erschaffen, von dem selbst Gott Magenschmerzen bekommen wird.

[ ] – Nichts, denn ich träume nur.

[X] Den Radfahrer mit Tampons bewerfen, bis er blutet.

7 – Es ist Zeit. Wofür?

Viel bedeutender ist, weshalb die Frage überhaupt gestellt wurde. Ständig ist es für irgendetwas Zeit — für das iPhone (+100 Besucher über Google und Technorati), für die private Altersvorsorge (+5 Besucher) oder den Darjeeling-Tee um fünf (+1 Besucher, in etwa sechs Monaten).

8 – Wenn 1×1 39 ist, dann ist 37 x 1,5 wieviel?

Als einigermaßen rational denkender Mensch habe ich zugegebenermaßen echt Schwierigkeiten mit der ästhetischen Beantwortung der Frage. Dem Dezimalsystem folgend, tendiere ich zu 55,5. Die Symbolik dieser Zahl sticht allerdings sofort ins Auge und bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

9 – Salvador Dalí­ ist

[ ] Ein Genie!

[X] Ein Wahnsinniger!

[ ] Beides!

[ ] Ein Ei, das sich in die Morgensonne verwandelt und glücklich auf uns hernieder lächelt.

[ ] … (selber was schreiben)

10 – 38 wild gewordene Spartaner rennen, wie vom Ochsen gejagt, durch deinen Vorgarten und werfen hierbei mit Blindschleichen um sich. Auf welchen deiner Blogposts würde diese Beschreibung am besten zutreffen?

What comes before Part B?

11 – Ich, derjenige der diesen Stock erhalten hat, bin …

[ ] war

[ ] sein

[ ] Kreuzschlitzschraubenzieher

[ ] Endoplasmatisches Retikulum

[X] ohne weitere Umschweife gebe ich zu, dass ich… trotz der Ausbildung durch hochkarätige Biolehrer erst nach Konsultation der Wikipedia mit Sicherheit sagen kann, dass das Endoplasmatisches Retikulum ein “reich verzweigtes Kanalsystem flächiger Hohlräume [ist], das von Membranen umschlossen ist”. Scham empfinde ich derzeit nicht.

[ ] etwas das …. (selber was schreiben)

Ich werfe weiter an ChliiTierChnübler, an den Herrn S. vom NYblog und Lye von Luisante. Ich gehe davon aus, dass ihr viel mehr Ahnung von Kunst und Kultur habt als ich und jetzt die Ernsthaftigkeit in dieses Stöckchen Einzug hält, so dies denn überhaupt intendiert ist. Ich bin gespannt.

Blogzählung

Der Popkulturjunkie hat vor kurzem anhand der Technorati-Links seiner Blogcharts geschätzt, wie viele deutschsprachige aktive Blogs es gibt. Er kam auf 27.000 Blogs, auf die innerhalb der letzten 180 Tage mindestens einmal verwiesen wurde.

Ob diese Schätzung zutreffend ist, versucht Alexander von Sajonara mit einer Weblogzählung herauszufinden. Jedes aktive Blog soll den Artikel anpingen oder der Autor einen Kommentar hinterlassen, so dass im Idealfall 27.000 Kommentare und Trackbacks eingehen. Wie gesagt, im Idealfall. Sicherlich spielt für die Rücklaufquote eine Rolle, wie gut diese Zählung in der Blogosphäre bekannt gemacht wird (hiermit weiter vorangetrieben). Andere empören sich darüber, dass Sajonara dann ja 27.000 Links bei Technorati hätte und nehmen deshalb nicht teil. Selbst wenn das der Fall sein sollte, wer die Idee dazu hat, darf auch eine Belohnung bekommen. Außerdem ist der Ruhm vermutlich nur von kurzer Dauer und nach genau 180 Tagen verflogen.

Moe von Plastik Thinking hat 2004 eine ähnliche Aktion gestartet, die aber leider auch nicht allzu erfolgreich war. Immerhin sind 486 Kommentare zusammengekommen, bei Sajonara sind es bislang 211.

(via mon petit web)

Musik für jede Lebenslage

Es ist ein typisches Stöckchen, wenn auch nicht geworfen, sondern bei plueschi aufgesammelt.

Gesucht ist ein Song,

…der dich traurig macht: Blink 182 — I Miss You. Das gesamte Album “Blink 182″ ist beeindruckend melancholisch.

…bei dem du weinen musst: Eric Clapton – Tears In Heaven. Zwar kullern nicht die Tränen, die Geschichte hinter diesem Stück betrübt aber.

…der dich glücklich macht: Uniting Nations feat. Laura More – Ai No Corrida.

…bei dem du sofort gute Laune kriegst: Bob Sinclar feat. Cutee-B – Rock This Party. “Dance dance, now everybody move move, now everybody shake shake, now everybody… Everybody dance now!”

…bei dem Du nicht still sitzen kannst: LL Cool J feat. J.Lo – Control Myself. Ein fetter Beat und Zizzizzizz.

…der deiner Meinung nach zu kurz ist: Armand van Helden – Into Your Eyes. Bei solchen Songs braucht man wirklich den Club Mix.

…der dir etwas bedeutet: Sean Paul – Temperature. Sean Paul hats voll drauf.

…den du ununterbrochen hören kannst: P. Diddy feat. Keyshia Cole – Last Night. Ein Tipp von Perez Hilton.

…den du liebst: Michael Gray – The Weekend. Steht in meinen Top 25 auf Platz 3.

…den du hast, aber nicht magst: Village People – YMCA. Wer weiß, wozu der nochmal nützlich sein könnte.

…dessen Text auf dich zutrifft: Armand van Helden – You Don’t Know Me. Etwas derartiges musste ja kommen.

…von einem Soundtrack: Norman Greenbaum – Spirit In The Sky. Starker Auftritt in “Spiel ohne Regeln”.

…den du schon live gehört hast: Marilyn Manson – Tainted Love. Gehört beim “Fields of Rock”-Festival 2003 in Nijmegen, als wir und 3000 andere Besucher nur auf den Auftritt von Metallica gewartet haben.

…der nicht auf deutsch/englisch ist: Breakplus & Ishfaq feat. Anya – The Simple Recipe. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 12. Zweiter Kandidat ist ein sehr bekanntes Stück: Französischer Hip-Hop, eine Frauenstimme singt häufig “Funky”, mir fällt der Titel nicht mehr ein.

…der von einer Frau gesungen wird: Jennifer Lopez – Let’s Get Loud.

…eines Solokünstlers: Lee Coulter – Booty Voodoo. Ein Tipp von Cali Lewis von GeekBrief.TV.

…deiner Lieblingsband: Metallica – Battery. Energiegeladen.

…aus deiner frühesten Kindheit: Gerry Rafferty – Baker Street. Mir kommt es vor, als hätte Radio Schleswig-Holstein (RSH) diesen Song in einer Endlosschleife gespielt.

…mit dem du dich identifizierst: AC/DC – It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n Roll). Welchen Song nimmt man denn da?

…den du deinem Schwarm vorsingen würdest: U2 – It’s A Beautiful Day. Kürzlich gehört und hatte sofort wieder das Musikvideo vor Augen.

…zum Küssen: 4 To The Bar – Sugar In Your Tea. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 3.

…zum Kuscheln: Amplivibes – Without You. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 14.

…der dich an Deinen letzten Liebeskummer erinnert: Ne-Yo – Sexy Love. Kein enger Bezug, aber eine schöne Ballade.

…der von Sex handelt: Pachanga feat. J Del Alma & Rico Caliente – Loco. Beweis: “I love the sex with you after the parties”

…der dich an einen Urlaub erinnert: Sean Paul – Get Busy. Lief 2003 überall auf Heavy Rotation.

…der dir peinlich ist, dass du ihn gut findest: Mir ist mein Geschmack nicht peinlich.

…den du gerne beim Aufstehen hörst: Dannii Minogue vs. Soul Seekerz – Perfection. Häufig bei BFBS Radio 1 gehört und mit einem Lächeln aufgestanden.

…zum Einschlafen: Bobby Valentino – Slow Down. Hier ist Einschlafen auch gewollt.

…den du gerne beim Autofahren hörst: Metallica – Fuel. “Gimme fuel, gimme fire, gimme that which I desire.”

…der dir schon mal in einer Situation geholfen hat: Ich habe echt keine Ahnung.

…dessen Video du als letztes im Fernsehn gesehn und überraschend gut gefunden hast: Ich empfange keine Musiksender.

…den du immer wieder hören musst: Jay-Z And Linkin Park – Numb/Encore. Habe ich durch “Miami Vice” erst zu schätzen gelernt.

…der dich nervt: Will Smith – Party Starter. Es ist weder Hip-Hop noch Pop, sondern einfach ein grausamer Titel.

…der dich rasend macht: Nickelback – If Everyone Cared. Ich ertrage dieses Gejaule nicht, bei jedem Song das Gleiche.

…den du von einer/m Freund/in lieben gelernt hast: Mia. – Tanz der Moleküle. Ich muss dabei immer an die HBK Braunschweig und ihre Studenten denken.

…den du magst, aber die Band nicht: Eminem feat. Nate Dogg – Shake That Ass. Eminem mag ich nicht, auch wenn er angeblich geistvolle Raps mit Cha-Cha-Cha-Rythmus schreibt.

…den du gerade hörst: 4hero – Morning Child. Veröffentlich auf dem Mixed Tape 16.

…den du als letztes heruntergeladen hast: Dennis Christopher – Soul Shakin’. Im Fitnessstudio gehört, ins Herz geschlossen und zum Glück auf einem Album wiedergefunden.

…einer Band, die es nicht mehr gibt: The Police – Every Breath You Take. Mit dem Song habe ich eine Wette gewonnen. Einsatz: Die 2004er James-Hetfield-Frisur.

Ich mache kurzerhand ein Stöckchen daraus und werfe an Rozana, Dennis, Pablo und Perez Hilton weiter.

Nachtrag: Weil Perez Hilton unverständlicherweise nicht antwortet, geht das Stöckchen an Lye.

Mein Schreibtisch

Rozana hat mir ein Stöckchen zugeworfen, mein allererstes. Gefangen habe ich es sofort, konnte meinen Männerschreibtisch aber noch nicht zeigen, weil ich über Weihnachten und Silvester bei meinen Eltern war und erst vorgestern abend wiedergekommen bin. Wegen der Neujahrsträgheit ist es gestern nichts geworden — nun aber endlich, mein Schreibtisch:

Mein Schreibtisch vom Typ 'Männerschreibtisch'

Ein paar Erläuterungen? Im Uhrzeigersinn von links vorne: Die Reste einer kompletten Stange Mamba; ein Rippenkühlkörper mit Notizzetteln (Idee von Martin geklaut, schöne Grüße) und der Volksbank-BraWo-Postkarte; ein paar Stifte (selbstverständlich nicht zum Beschriften gebrannter CDs); Apple-Pro-Lautsprecher nach Hardware-Hack (3,5-mm-Klinkenstecker angelötet); mein schicker 21,3″-TFT; eine Halogenlampe (muss ich aufzählen, weil ich so aus ästhetischen Gründen in einem Oval durchs Bild gehe); das IBM Rapid Access Keyboard 2.

Das Hintergrundbild hab ich von deviantArt, der Dateiname lautet TLO Wallpaper 1600x1200.jpg, aber habe absolut keine Ahnung mehr, von welchem Grafiker es kommt. Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, von links nach rechts: die Reste der Mixed-Tape-Hochlade-Aktion, ein PDF mit Ergebnissen des Persönlichkeitstests bei Egoload, die Burns-Verschwörung (2, 3, 4, 5, 6, 7) als Hörspiel, die mkdosfs.exe und das FooBar-Küchenbild. Wow, bei so vielen Selbstverlinkungen war das mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2006.

Der Schreibtisch geht rechts noch weiter, soll ich noch meinen vollgemüllten Drucker zeigen?

Ich werfe das Stöckchen weiter an Adam, Arne-Kolja, Sascha und Perez Hilton.